Die Saison 1997/98 sollte das Bookholzberger Fußballherz höher schlagen lassen. Ein durch einige Neuzugänge regelrecht zusammengewürfelter Haufen von hochmotivierten Rebellen schickte sich an, die IV.Kreisklasse des Oldenburger Landes zu erobern. 

Unterstützt von einem ebenso motivierten Sponsoren - dem Stedinger Hof, Inh. R. und B. Kollmann - sollte jene Saison nun zu einer denkwürdigen Saison werden. Mit einem bis dahin nie da gewesenen Punkt- und Torverhältnis ging es über den Gewinn der Herbstmeisterschaft entgegen aller Steine, die der Mannschaft von verschiedenen Seiten in den Weg gelegt wurden, steil nach oben: in die III. Kreisklasse! Der Aufstieg - für den sich der Sponsor mit einer fulminanten Siegesfeier bedankte und für den sich die Mannschaft selbst mit einer unvergesslichen 4-tägigen Mannschaftsfahrt nach Prag belohnte - war geschafft!



Es folgten einzigartige Phänomene wie ein eigener Fanclub und die Tatsache, dass die II. Herren als vermutlich einziger unterklassiger Verein im gesamten Oldenburger Land mit 22 verkauften Dauerkarten an den Start ging. Für schlappe DM 10,- erwirbt sich seitdem jeder, der Lust hat, damit verbunden z. B. auch das Anrecht auf ein Freigetränk bei jedem Heim- und Auswärts(!)spiel.

Das erste Jahr in der neuen Klasse sollte aber ein durchwachsenes werden. Auf Siege folgten nicht selten Niederlagen (was für die Mannschaft bis dahin ein eher ungewohntes Gefühl war) und es galt sowohl interne als auch externe Hürden zu überwinden. So endete die Spielzeit schließlich im gesicherten Mittelfeld.




Weit davon entfernt befanden wir uns in der Saison 1999/2000. Mit gerade mal einem Pünktchen aus dem ersten Spiel einer u. a. auch vom Verletzungspech geplagten Hinrunde wurde der letzte Tabellenplatz der III. Kreisklasse über mehrere Monate verteidigt, ehe man sich darauf besann, dass man diesen Zustand doch ändern sollte: Mit 18 Punkten aus den letzten 10 Spielen wurden in einer kuriosen Rückrunde schließlich noch der FC Hockensberg, der FC Hude und sogar die Sportfreunde aus Wüsting überflügelt - und der Klassenerhalt war ebenso gesichert wie ein feuchtfröhlicher Saisonabschluss.

Anschließend ging es dann noch einmal zum Pfingstturnier des TuS Hasbergen, dass eigentlich über zwei Tage hinweg ausgetragen werden sollte. Aus organisatorischen Gründen wurde das Turnier dann jedoch auf einen Tag reduziert. Vielleicht war es sogar besser so, denn im Laufe des Tages musste die Mannschaft (rechts) der extrem heißen Witterung und den sehr kalten Getränken Tribut zollen, konnte am Ende aber dennoch den 8. Platz in einem sehr starken 11er-Feld sichern.

Besonders unser Torhüter Andreas Ebert zeigte an diesem Tag sein ganzes Können und durfte am Abend zurecht den Titel "Bester Torhüter des Turniers" und ein paar nagelneue Handschuhe (links) mit ins Bett nehmen.